3.1. Einleitung
In diesem Experiment wollte man ebenfalls untersuchen, wie sich der
Effekt des Lernens auf das Allergie-Problem auswirkt. Bisher lagen
dazu noch keine Ergebnisse vor.
Aus dem 19. Jahrhundert liegen Berichte vor, in denen dieses Thema bereits
angeklungen ist. Man erzählt z.B., daß ein asthmatischer Patient
schon beim Anblick einer künstlichen Rose einen Anfall erleidet. Ein
Mangel an Daten hinderte allerdings die Akzeptanz für dieses Thema und
die Auffassung, daß ein solcher Vorgang auf eine Konditionierung
beruht. Mit dem nachfolgend beschriebenen Experiment ist ein Beitrag
geleistet, der der Akzeptanz nur förderlich sein kann.
Doch zunächst erst einmal wieder zu den Begriffen. Histamin ist ein
vermittelnder Faktor im Immunsystem und wurde in vielen Geweben gefunden.
Diese Substanz (Histamin) wird freigesetzt, wenn ein Allergen mit dem
IgE auf einer sensibilisierten Mastzelle reagiert. Wird Histamin
freigesetzt, so wirkt es auf die Blutgefäße, wodurch in erhöhtem
Maße Flüssigkeit aus diesen Gefäßen austritt. Hierdurch kommt es
zu einer Schwellung der Schleimhäute, was wiederum zu einer
verstopften Nase, Niesreiz und Augentränen führt.
Die Messung der Histaminmenge, die infolge eines Allergens freigesetzt
wird, erfolgt mit verschiedenen Verfahren. Eines dieser Verfahren
ist das "radioenzymatic assay". Mit diesem Verfahren werden die
Konzentrationen von Histamin in Testproben (Blutentnahme) durch
die Ermittlung des Verhältnisses von freier und Antikörper-gebundener
Enzymaktivität ermittelt.
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