(4) Zusammenfassung
In den drei vorher behandelten Untersuchungen ging es um den Zusammenhang
zwischen Immunsystem und Zentralnervensystem. Alle drei Untersuchungen
konnten zeigen, daß beide Systeme eng miteinander verbunden sind. Keines
kommt ohne das andere aus bzw. arbeitet unabhängig von dem anderen
System - weder das Zentralnervensystem unabhängig vom Immunsystem noch
anders herum.
Die Ergebnisse sind eindeutig, auch wenn sie aus so scheinbar
unterschiedlichen Bereichen stammen.
In der Transplantationsmedizin kann durch Konditionierung eine
Immunsupression (Unterdrückung der Abwehrfunktion) erreicht werden, wie
sie sonst nur mit Medikamenten erzielt wird.
Zum besseren Verständnis des Allergieproblems trugen die anderen beiden
Untersuchungen bei. Sie zeigten, daß nicht nur Allergene eine Allergie
auslösen, sondern auch konditionierte Stimuli. Diese Resultate sind ein
großer Beitrag für das bessere Begreifen der Allergievorgänge.
Alle beschriebenen Untersuchungen sind Erstlingswerke und können sicher
noch verbessert werden und somit auch zu einer Optimierung der Ergebnisse
führen. Vielleicht wird es dann bald möglich sein bei der Transplantation
die Konditionierung von Reaktionen effektiver einzusetzen oder Allergien
besser zu bekämpfen. Doch dazu müssen die Bedingungen und die Vermittlung
dieser Vorgänge noch besser erforscht werden.
(5) Quellenangaben
- Jäger, L. (1987). Grundlagen der Klinischen Immunologie.
Berlin: Akademie-Verlag.
- Birbaumer & Schmidt (1991). Biologische Psychologie.
Berlin, Heidelberg, New York: Springer.
- Drößler, K. (1988). Immunologie. Jena: VEB Gustav-Fischer-Verlag.
- Fröhlich, W.D. (1987). Wörterbuch zur Psychologie. München:
Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG.
- Knodel und Bayrhuber (1991). Linder Biologie. Stuttgart:
J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung.
|