Inhaltsverzeichnis
Einleitung
- Konditionierte Immunsupression verlängert die Abstoßungsreaktion
nach Herztransplantation bei Ratten
- Einleitung
- Methodik
- Ergebnisse
- Diskussion
- Psychologically Mediated Effect on the Delayed Hypersensitivy Reaction
to Tuberculin in Humans
- Einleitung
- Methodik
- Ergebnisse
- Diskussion
- Learned Histamin Release
- Einleitung
- Methodik
- Ergebnisse
- Diskussion
- Zusammenfassung
- Quellenangaben
Einleitung
Im interdisziplinären Forschungszweig der Psychoneuroimmunologie (PNI) wird
untersucht, inwiefern sich das Nervensystem, das Immunsystem und das
Hormonsystem gegenseitig beeinflussen und so homöostatisch wirken, d.h.
ein dynamisches Gleichgewicht durch Selbstregulation erreichen.
In den nachfolgend beschriebenen und diskutierten Untersuchungen geht es
nun vor allem um den Nachweis, welchen entscheidenden Einfluß das
Nervensystem auf das Immunsystem hat.
Bei den Untersuchungen handelt es sich um folgende Arbeiten:
- Konditionierte Immunsupression verlängert die Abstoßungsreaktion
nach Herztransplantation bei Ratten
(Manfred Schedlowski, Pavel M. Grochowisz, Alan
J. Husband und Maurice G. King untersuchten die Auswirkungen
einer konditionierten Immunsupression auf die Überlebenszeit
des Transplantates nach Herztransplantation bei Ratten; März'83)
- Psychologically Mediated Effect on the Delayed Hypersensitivy
Reaction to Tuberculin in Humans
(G. Richard Smith, JR, MD and Sandra M. McDaniel,
BSN zeigten, wie sich psychologische Kontextbedingungen auf eine
Überempfindlichkeitsreaktion auswirken; 1983)
- Learned Histamine Release
(Michael Russell, Kathleen A. DArk, Robert W.
Cummins, George Ellmann, Enoch Callaway und Harman V.S. Peeke
testeten die Möglichkeit einer gelernten Histaminfreisetzung
mittels einem klassischen Diskriminations-Konditionierungs-Design;
1984)
Doch bevor ich mit meinen Ausführungen zu den genannten Untersuchungen beginne,
bedarf es der Klärung des Begriffes "Immunität". Was versteht man eigentlich
darunter?:
Unter Immunität wird die aktiv oder passiv erworbene, gegen immunogene
Substanzen (Antigene) spezifisch gerichtete Abwehrfähigkeit eines lebenden
Organismus verstanden.(1)
An anderer Stelle wird Immunität als die Fähigkeit des Körpers sich gegen alle
Mikroorganismen und Toxine zu wehren, die für ihn schädlich sind, angegeben. (2)
Eine noch treffendere Begriffsbestimmung scheint mir die folgende zu sein:
"aktiv oder passiv erworbener Zustand erhöhter spezifischer Abwehrbereitschaft
eines primär empfindlichen Individuums gegen antigene Substanzen (Immunogene).
Die Immunität beruht auf der Fähigkeit, körpereigene ('self') von körperfremden
('not self') Strukturen zu unterscheiden und gegen letztere spezifische
Antikörper (=humorale Immunität) oder spezifisch reagierende Lymphozyten
(=zellvermittelnde Immunität) zu bilden, die zur schnellen Eleminierung der
Antigene beitragen. Der Kontakt mit dem Antigen hinterläßt im Organismus eine
Art Erinnerung, die ihn in die Lage versetzt, auf eine erneute Berührung
mit dem selben Antigen schnell und effektiv zu reagieren." (3)
In meinen Ausführungen werde ich nach folgendem Schema vorgehen: Einleitung,
Methodik, Ergebnisse, Diskussion. Weitere Begriffserläuterungen, die zum
besseren Verständnis vorgenommen werden, füge ich an den entsprechenden Stellen
ein.
Potsdam, den 19.06.1993
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